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Armin Zernig

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Befragungsstudie vom Institut für „Humanistisches Management“

„Für wie sinnvoll halten sie eine Plattform, die die Anliegen der Wirtschaft zum Thema Integration vertritt?“

84,9% der Befragten halten eine solche Plattform für sinnvoll oder sehr sinnvoll.

„Welche Faktoren sind aus ihrer Sicht am wichtigsten, um vermehrt Arbeitsplätze für behinderte MitarbeiterInnen zu schaffen“

In der Reihenfolge entsprechender Häufigkeit wurden folgende Angaben gemacht:

  1. Kündigungsschutz aufheben (hier wird auch erwähnt, dass zumindest die Probezeit ohne Kündigungsschutz verlaufen sollte. Dies ist ein weiterer Hinweis auf dringenden Informationsbedarf in der Unternehmerschaft).
  2. Informationsverbesserung – Bewusstseinsarbeit
  3. Finanzielle Anreize schaffen (Förderungen, Taxe anheben)
  4. Unterstützung bei der Beurteilung der Qualifikation – Eignung von Behinderten.

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Auszug aus dem „Österreichischem Arbeitsprogramm 2003“ im Rahmen des „Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderung“:

Ungefähr 10% der europäischen Bevölkerung haben eine oder mehrere Behinderungen. In Österreich leben demnach ca. 800.000 Menschen mit Behinderungen. Diese Menschen stehen einer Vielzahl von Hindernissen gegenüber – sowohl in ihrem Berufsleben als auch im Alltag. Sie tun sich schwerer, einen Arbeitsplatz zu bekommen und diesen auf Dauer zu behalten. Sie haben Probleme bei der Benützung von Verkehrsmitteln, viele Gebäude und Dienstleistungen sind für sie nicht ausreichend zugänglich. Sie sind durch solche Barrieren behindert, sich gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben und am Arbeitsleben zu beteiligen.

Daher sind Menschen mit Behinderungen in Europa auch häufiger beschäftigungs- und erwerbslos als Menschen ohne Behinderung.

Für Menschen mit schwerer Behinderung, die zwischen 16 und 64 Jahren alt sind, liegt die Wahrscheinlichkeit, einen Arbeitsplatz zu haben oder Selbständig erwerbstätig zu sein bei lediglich 25%.

Für Menschen mit einer leichten Behinderung liegt dieser Wert bei 47%, für „nicht behinderte Menschen“ bei 66%.

Eine der größten Barrieren für Menschen mit Behinderungen besteht in der ablehnenden und entmündigenden Haltung der Gesellschaft. Trotz der beachtlichen Fortschritte sind die vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen noch immer tief in der Bildungspolitik sowie im gesellschaftlichen und kulturellen Leben verwurzelt. Daher bestehen für Menschen mit Behinderungen häufig nur beschränkte Möglichkeiten hinsichtlich der Bildung, der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, der Stärkung des Selbstbewusstseins, der Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten usw. Es ist noch viel zu tun, um die Klischeevorstellungen der Gesellschaft gegenüber Menschen mit Behinderungen zu korrigieren. Solange dies nicht gelingt, kann das Potential von Menschen mit Behinderungen nicht ausgeschöpft und ihr Beitrag für die Gesellschaft nicht umfassend genutzt werden.

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Die Idee eine solche Plattform und Informationsstelle zu schaffen, entstand daraus, dass gerade im Bereich Tourismus im Bezirk Kitzbühel ein großer Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung zur Verfügung steht.

Dagegen stand bzw. steht aber die Tatsache, dass es gerade eben in dieser Branche viele Mythen und Geschichten über die Anstellung von Menschen mit Behinderung gibt und die Aufklärungsarbeit in diesem Sektor noch in den Kinderschuhe steckte.

Einen weiteren Vorteil, den diese Branche gegenüber anderen Industriebranchen besitzt, besteht darin, dass im Tourismus sehr häufig eine sehr intensive und menschliche Beziehung zwischen den Arbeitnehmern untereinander und dem Arbeitgeber besteht. Dies folgt aus der Tatsache, dass der Tourismus eine Dienstleistung ist, die sich vorrangig mit Menschen und ihren Bedürfnissen befasst.

Den in den Meinungen bestehenden Nachteil, dass besonders im Gastgewerbe die Unternehmer fast keine Möglichkeiten sehen, behinderte Mitarbeiter zu integrieren, da hier gesundheitliche, arbeitszeitliche und sicherheitstechnische Kriterien noch viel stärker beachtet werden müssen, nahmen wir als Idee, genau in diesem Bereich mit Aufklärungs- und Informationsarbeit gegen zu steuern.

Die Tatsache dass bisher nur von Seiten der Menschen mit Behinderung eine Arbeitsintegration angestrebt wurde, und daher nur jene Arbeitgeber aufgeklärt wurden, welche bereits eine Integrationsstelle geschaffen haben, führte unausweichlich zu dem Schluss, dass hier besonderer Bedarf bei der Aufklärung von Arbeitgebern im allgemeinen besteht. D.h., die Arbeitgeber im Tourismus müssen alle über die Vor- und Nachteile einer Anstellung von Menschen mit Behinderung aufgeklärt werden – gerade weil hier im Besonderen die Meinung herrscht, dass eine Integrationsstelle mit vielen „Problemen“ verbunden ist – was aber nat. nur bedingt der Wahrheit entspricht.

Last but not least, zeigte die Praxis in den bestehenden Gesetzestexten enorme Lücken und vor allem auch Überschneidungen, die es zu novellieren und aufzuzeigen gilt, um in diesem Bereich erfolgreicher integrieren zu können.

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Der Verein würde gegründet, um ideale Rahmenbedingungen schaffen zu können, damit die genannten Ziele dieses Projektes effizient und ziel führend erreicht werden können.

Der Name „Rialto“ entstand aus dem klaren Ziel, Brücken zwischen Menschen und der Wirtschaft zu schlagen.
„Rialto“ ist der Name der bekannten Brücke in Venedig.

Die grafische Darstellung besteht aus dieser stilisierten Brücke, die die Bereiche Menschen und Wirtschaft verbindet.

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