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Leonardo-Da-Vinci-Partnerschaft
Berufliches Integrationsmanagement aus verschiedenen Perspektiven

1. Partnerschaftstreffen im November 2008 in der
Jugendberufsförderung ERFURT gGmbH

 

Teilnehmende

Österreich: Armin Zernig
Klaus Allin
Norwegen: Wenche Hopland
Linda Aase
Petter Tonjum
Deutschland: Sabine Grubba
Renate Strehlke

Das 1. Treffen begann mit einer ausführlichen Vorstellungsrunde. Im Anschluss wurden alle Fachbereiche der Jugendberufsförderung ERFURT gGmbH besichtigt. Dazu gehören die gewerblichen Bereiche Metall, Holz- und Farbtechnik sowie die Dienstleistungsbereiche Gastgewerbe und Hauswirtschaft sowie der kaufmännische Ausbildungsbereich Wirtschaft / Verwaltung. Schon während des Rundgangs konnten viele Fragen im Gespräch mit unserem Lehrpersonal und auch den Auszubildenden geklärt werden.

Im Anschluss stellten alle Teilnehmenden ihre Arbeitsgebiete und Tätigkeitsbereiche vor. Die Arbeit unserer norwegischen Partner ist teilweise vergleichbar mit den Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen in unserer Einrichtung. Die norwegischen Schüler sind im Alter von 16 bis 19 Jahren. Es handelt sich um Schüler mit geistiger oder Lernbehinderung bzw. um psychisch kranke Jugendliche. In der Schule absolvieren sie Praxistage zur Bewältigung lebenspraktischer Aufgaben und werden gezielt auf die Teilhabe am Arbeitsleben vorbereitet. Dabei stehen einfache Anlerntätigkeiten im Vordergrund.

Der Schwerpunkt unserer österreichischen Partner liegt auf der Information und Beratung von Betrieben mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung in Arbeit zu vermitteln. Es wurden über 300 Betriebe aus dem Gastgewerbe befragt. Dabei stellte sich heraus, dass es auf Seiten der Betriebe einen großen Informationsbedarf in Bezug auf die Leistungspotentiale behinderter Menschen und hinsichtlich staatlicher Fördermöglichkeiten gibt. Bewährt hat sich das Modell, im Betrieb Vertrauenspersonen als Mentoren für Menschen mit Behinderung einzusetzen. Diese Mentoren werden in einem Training auf ihre besonderen Aufgaben vorbereitet.

Da wir als Jugendberufsförderung ERFURT gGmbH uns nicht nur als Ausbildungseinrichtung verstehen, sonder die Integration unserer Jugendlichen in die Arbeitswelt als Qualitätsmaßstab für unsere Arbeit ansetzten, verfügen wir in der Kooperation mit Betrieben der Region ebenfalls über viel Erfahrung.

Für die norwegischen Partner stellt die Gewinnung von Praktikumsbetrieben einen perspektivischen Schwerpunkt ihrer Arbeit dar. Im weiteren Verlauf des Treffens fand ein Erfahrungsaustausch im Psychologischen und heilpädagogischen Dienst der Jugendberufsförderung ERFURT gGmbH statt.

Ein besonderer Interessenschwerpunkt der norwegischen Lehrer lag auf dem Einsatz verschiedener Testverfahren zur Eingangsdiagnostik, die in unserer Einrichtung angewendet werden. Exemplarisch wurden abschließend zwei Praktikumsbetriebe besucht: der Pflegewohnpark der Generationen als Praktikumsbetrieb für den Fachbereich Hauswirtschaft und das IBB Hotel für Auszubildende zum (Bei)Koch oder zur Fachkraft im Gastgewerbe.

 

Folgende Vereinbarungen wurden zum Abschluss getroffen:

  1. Das Projekttagebuch wird in der vorgeschlagenen Form von allen Partnern geführt und alle 3 Monate (Dezember, März, Juni, September) an die koordinierende Einrichtung (Jugendberufsförderung ERFURT gGmbH) per E-Mail geschickt.
  2. Die Jugendberufsförderung ERFURT gGmbH erprobt die vom Verein RIALTO zur Verfügung gestellten Interviewleitfäden.
  3. Die Askoy Videregaende Skole überlegt, welche konkreten Aufgaben sie bis zum nächsten Treffen realisieren kann. Bis Januar 2009 erfolgt die Rückmeldung and die Jugendberufsförderung ERFURT gGmbH.
  4. Der Verein RIALTO führt seine bewährte Strategie der Information und Beratung von Betrieben fort und entwickelt diese weiter. Es werden Unterlagen erstellt und zum 2. Treffen mitgebracht.
  5. Das nächste Treffen findet im Mai 2009 in Norwegen statt.
  6. AUFGABEN ZUR VORBEREITUNG DARAUF:
    • Evaluationsinstrumente zusammenstellen (Wie können wir die Wirkung / den Erfolg unserer Arbeit überprüfen)
    • Über welche besonderen Erfahrungen möchten wir zum nächsten Treffen berichten?
    • Welche besonderen Maßnahmen / Instrumente möchten wir uns gegenseitig vorstellen?
    • F ür die 6b und 6c ist für alle anderen Partner Material zur Verfügung zu stellen.

 

   
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